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Wie die Transformation zur Nachhaltigkeit gelingt

Dies behandelt unsere Tagung am 3. Juni in Berlin. Globale Umweltziele bei Klima und Biodiversität implizieren null fossile Brennstoffe bei Strom, Wärme, Mobilität, Plastik, Agrar – und drastisch weniger tierische Nahrungsmittel. Und zwar in rund zwei Dekaden. Unser Fußabdruck in Europa gehört weiterhin zu den größten weltweit. Und rein technische Optionen können das Problem nicht lösen. Politiker und Wähler – und Unternehmen und Konsumenten – sind in Teufelskreisen voneinander abhängig und schieben sich gegenseitig die Verantwortung für den Wandel zur Nachhaltigkeit zu. Die Tagung fragt, wie daraus ein produktives Wechselspiel werden kann. Siehe als Hintergrund auch Felix Ekardts Taschenbuch Wir können uns ändern.

Fridays for Future: Sanktionen für Schule-Schwänzen verstoßen gegen Grundrechte

Fridays-for-Future-Demonstrationen als Schwänzen zu sanktionieren, wie es aktuell versucht wird, ist rechtswidrig. Denn FFF ist auf die Wiederherstellung rechtmäßiger Zustände im Klimaschutz gerichtet. Kommt dies zur meist geringen Dauer des Schulausfalls, der grundsätzlichen Kompatibilität mit dem Bildungsanliegen der Schule und dem Gewicht der Versammlungsfreiheit hinzu, sind Sanktionen gegen entsprechende Schüler/innen nicht mehr vertretbar. U.E. gilt das neben Deutschland auch in anderen EU-Staaten. Das Rechtsgutachten von Felix Ekardt findet sich hier

IPCC zu optimistisch - GroKo-Klimascheitern als Verstoß gegen Menschenrechte und Paris-Abkommen - Klimaklage beim BVerfG

Deutsche und EU-Klimaziele zu verfehlen, ist nicht peinlich - es ist völker- und menschenrechtswidrig. Schon die unambitionierten Ziele selbst sind rechtswidrig; umso mehr ist es ihre Verfehlung. Die Menschenrechts-Argumentation dazu findet sich schon in Felix Ekardts Habilschrift "Theorie der Nachhaltigkeit" (3. Aufl. = 2. Aufl. der Neuausgabe 2016). Unser neuer englischer Fachartikel hier zeigt zum Paris-Abkommen, dass global Nullemissionen in zwei Dekaden nötig wären - und dass der IPCC insoweit noch zu optimistisch ist. All dies zusammen trägt unsere Klimaklage vor dem BVerfG (zur Pressemitteilung vom 26.11.2018: links im Reiter "Klimagerechtigkeit").

Kritik der Kosten-Nutzen-Analyse am Beispiel Klimaökonomik - Nachhaltigkeit und Zahlen

Moderne Gesellschaften sind durch einen Trend zur Ökonomisierung geprägt. Und Forschung, Politik und Gesellschaft fokussieren sich mehr denn je auf Zahlen (respektive quantifizierbare und reproduzierbare Fakten). Die damit verbundenen Fehler und Schieflagen thematisiert die zweite Diss (phil.) von Felix Ekardt - auf Deutsch, Anfang 2019 dann bei Springer auch auf Englisch: hier

Fernreisen und tierische Nahrungsmittel - zwei große Nachhaltigkeits-Streitfelder, auch unter Ökos

Unsere Fernreise-Begeisterung erzählt viel – über scheiternde Nachhaltigkeit, falsche Freiheitskonzepte und groteske Glückssuche in einer Welt ohne vorgegebenen Sinn. Dies und der Streit um den Konsum von Fleisch und tierischen Nahrungsmitteln bringt auch viele Ökos ins Schwitzen. Das analysierte Felix Ekardt zuletzt in zwei Artikeln in der ZEIT. Um die zwei Reizthemen Fernreisen und tierische Nahrungsmittel drehten sich auch (u.a.) zwei FNK-Tagungen im April und Juni 2019 (siehe mittlere Spalte).

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Ressourcenpolitik, Naturschutz, Biodiversität

Die FNK befasst sich seit einiger Zeit ähnlich intensiv wie mit Energie- und Klimafragen sowie grundlegenden Nachhaltigkeits-, Gerechtigkeits- und Governance-Fragen auch mit Landnutzungsfragen (näher dazu der eigene Reiter) und allgemein mit Ressourcenpolitik. Aktuell wurde z.B. der Abschlussbericht eines Bundestags-Projekts zu ökonomischen Bewertungen und Instrumenten des Naturschutzes veröffentlicht. Zusammen mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie hat die Forschungsstelle 2012/2013 ferner einen (moderaten und realpolitischen) Vorschlag für eine Verbesserung der internationalen Ressourcenpolitik erarbeitet. Besonders intensiv - stärker dokumentiert bei der Landnutzung - beschäftigen wir uns mit Phosphor, wo Anfang 2015 mehrere teils langjährige Drittmittelprojekte starten werden. Das übergreifende Interesse ist es, gemeinsame Steuerungsansätze für verschiedene Umweltprobleme zu finden, die nicht an Verlagerungs- oder Rebound-Effekten teilweise scheitern.

Für Nachhaltigkeitsstrategien stellt sich ferner die Frage danach, was trotz vielerlei Argumenten für europäische und globale Lösungen etwa auf Bundes- oder Landesebene dann doch noch unternommen werden kann und muss. Dies hat die Forschungsstelle mehrfach untersucht. Ferner stellt sich die Frage nach dem Wert einer Zusammenführung verstreuter Nachhaltigkeitsansätze in einem einheitlichen Gesetzeswerk. Eine Kodifizierung des Umweltrechts – besser auf europäischer als auf nationaler Ebene – wäre aus vielen Gründen sinnvoll. Das zum wiederholten Male gescheiterte deutsche Umweltgesetzbuch war freilich eher ein Papiertiger. Investoren- und Bürgerfreundlichkeit, Rechtssicherheit, Vermeidung eines Standardwettlaufs, dadurch konsolidierter Umweltschutz hätten nämlich dreierlei verlangen: möglichst viele Vollregelungen; möglichst wenig Länderabweichungen von diesen Vollregelungen; Integration möglichst großer Umweltrechtsteile in ein Gesetz. Weder das UGB noch einige zuletzt anstelle des UGB geschaffene neue Wasser- und Naturschutzgesetze erreichen indes auch nur eines dieser drei Ziele. Die Frage „UGB oder nicht UGB“ hatte in Deutschland deshalb zuletzt nur periphere Umweltrelevanz.

Zuletzt eine zentrale Rolle spielte durch ein großes BMBF-Forschungsprojekt ferner die Ozeanversauerung als das "zweite" Kohlendioxid-Problem; eine Überblicks-Analyse findet sich hier. Ferner lassen sich als Ressourcenpolitik in gewisser Weise auch die - auf dieser Homepage eher unter Landnutzung/Bioenergie abgelegten - langjährigen Überlegungen zur knappen Ressource Phosphor rubrizieren.

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