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Aktuelles

Call for Papers: Special Issue des Journals "Sustainability" zu Climate Change and Human Reaction

Felix Ekardt ist mit einer Kollegin Guest Editor einer Special Issue des Journals Sustainability zu "Climate Change and Human Reaction: Transformation, Governance, Ethics, Law". Der Call for Papers findet sich hier.

Sustainability: Transformation, Governance, Ethics, Law - erster Band in FNK-Reihe bei Springer Nature zu Environmental Humanities erschienen

Felix Ekardt gibt mit einer Kollegin bei Springer Nature ab 2019 die neue Buchreihe "Environmental Humanities: Transformation, Governance, Ethics, Law" heraus. Sie heißt hochwertige Monographien aus allen Nachhaltigkeits-Humanwissenschaften willkommen - weltweit an Unis meist kostenlos über Springer Link lesbar. Band 1 von Felix Ekardt ist soeben erschienen: "Sustainability: Transformation, Governance, Ethics, Law". Das Werk kartiert den gesamten Themenbereich und die FNK-Arbeit der letzten zwei Dekaden, indes kürzer und aktueller als "Theorie der Nachhaltigkeit": hier.

Phosphor-Governance: EU versus globaler Süden

Die Doktorarbeit der langjährigen FNK-Mitarbeiterin Jessica Stubenrauch untersucht einige Kernfragen nachhaltiger Landnutzung mit einem besonderen Fokus auf P und auf eine ländervergleichende Perspektive. Konsistenz und Effizienz versus Suffizienz ist dabei ein zentrales Thema, ebenso wie Chancen und Grenzen des Ordnungsrechts, aber auch transnationaler Selbstregulierung: hier.

IPCC zu optimistisch - GroKo-Klimascheitern als Verstoß gegen Menschenrechte und Paris-Abkommen - Klimaklage beim BVerfG

Deutsche und EU-Klimaziele zu verfehlen, ist nicht peinlich - es ist völker- und menschenrechtswidrig. Schon die unambitionierten Ziele selbst sind rechtswidrig; umso mehr ist es ihre Verfehlung. Die Menschenrechts-Argumentation dazu findet sich schon in Felix Ekardts Habilschrift "Theorie der Nachhaltigkeit" (3. Aufl. = 2. Aufl. der Neuausgabe 2016). Unser neuer englischer Fachartikel hier zeigt zum Paris-Abkommen, dass global Nullemissionen in zwei Dekaden nötig wären - und dass der IPCC insoweit noch zu optimistisch ist. All dies zusammen trägt unsere Klimaklage vor dem BVerfG (zur Pressemitteilung vom 26.11.2018: links im Reiter "Klimagerechtigkeit").

Ausreden, Fernreisen, Fleisch: große Nachhaltigkeits-Streitfelder, auch unter Ökos

Unsere Fernreise-Begeisterung erzählt viel – über scheiternde Nachhaltigkeit, falsche Freiheitskonzepte und groteske Glückssuche in einer Welt ohne vorgegebenen Sinn. Dies und der Streit um den Konsum von Fleisch und tierischen Nahrungsmitteln bringt auch viele Ökos ins Schwitzen. Sind nicht doch Trump, die Chinesen oder die Demographie an allem schuld? Das analysierte Felix Ekardt zuletzt in drei Artikeln in der ZEIT. Um die zwei Reizthemen Fernreisen und tierische Nahrungsmittel drehten sich auch (u.a.) zwei FNK-Tagungen im April und Juni 2019 (siehe mittlere Spalte).

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Transformationen

Sind Gene, Kapitalismus, Machtpolitik oder mangelnde Bildung schuld, wenn die Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft nicht wie gewünscht gelingt? Oder wenn mal wieder mein Plan scheitert, weniger Fleisch und Süßigkeiten zu essen? Was treibt Menschen und Gesellschaften an, was ermöglicht Wandel, und was blockiert ihn? Fragen, die den Kern des Nachdenkens über Politik, Zukunft und den einzelnen Menschen bilden. Die Krise der EU oder das bloße Reden von Nachhaltigkeit – just die Gebildeten sind die größten Umweltsünder – bleiben zum Teil rätselhaft, wenn man allein bei Hirnforschung oder Kapitalismuskritik stehen bleibt. Versteht man gerade menschliche Gefühle und die unbewussten und zugleich wandelbaren Vorstellungen von Normalität besser, lässt sich gesellschaftlicher und individueller Wandel verstehen und sogar konstruktiv ermöglichen. Ebenfalls eine wichtige Erkenntnis ist, dass solche motivationale Faktoren jeweils sowohl biologische als auch kulturelle Elemente transportieren – und dass kollektive Zustände ebenso wie individuelle Entwicklungen unter Rückgriff auf jene Faktoren betrachtet werden können.

Die Forschungsstelle und speziell Felix Ekardt widmen sich den Bedingungen einer Transformation zur Nachhaltigkeit seit Ende der 1990er Jahre aus einer sehr interdisziplinären Perspektive, die – anders als sonst in der Forschung – wirklich die gesamte Verhaltensforschung in Soziologie, Ökonomik, Psychologie, Soziobiologie, Ethnologie, Kulturwissenschaft u.a.m. einzubeziehen versucht. Auch die Methoden sind dabei vielfältiger als üblich, unter Einbeziehung etwa der teilnehmenden Beobchtung und Selbstbeobachtung. Historische Beispiele gelungener oder gescheiterter Veränderungen helfen ebenfalls beim Verständnis von Transformation. Wie kam eigentlich das Wachstum in die Welt? Und ist das Aufkommen totalitärer Regimes im 20. Jahrhundert wirklich allein über autoritäre Kulturtraditionen, Wirtschaftskrisen, Gewalteinsatz und scheinbar charismatische Führerpersönlichkeiten erklärbar? Erst wer dies versteht, hält auch den Schlüssel zum gesellschaftlichen und persönlichen Wandel in der Hand. Neben Felix Ekardts Habilschrift "Theorie der Nachhaltigkeit" wird diese gesamte Thematik intensiv behandelt in seinem Taschenbuch vom März 2017 Wir können uns ändern: Gesellschaftlicher Wandel jenseits von Kapitalismuskritik und Revolution (aufgegriffen in SPIEGEL, ZEIT, SZ, TAZ, DLF u.a.m.)